Logopädie - HörenLogopädie - HörenLogopädie - Hören
Luca (1) reagiert nur, wenn er von der linken Seite angesprochen wird. Rechts bekommt er ein Hörgerät.
Paul (5) kann gut hören. Trotzdem spricht er undeutlich und kann sich viele Dinge nicht gut merken.
Nach einem Hörsturz wurde Frau O. (45) ein Hörgerät implantiert. Sie muss wieder neu lernen zu hören.

Hören und Hörverarbeitung

Bei den Störungen im Hören und in der Hörverarbeitung werden das eigentliche Hören und die zentralauditive Hörverarbeitung unterschieden. Hören umfasst die Schallaufnahme und Weiterleitung über das Hörorgan vom Außenohr, Mittelohr und Innenohr. Die zentralauditive Verarbeitung bezeichnet den Prozess, wie das Gehörte im Gehirn verarbeitet wird.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld werden Störungen im Hören und in der Hörverarbeitung von allen Logopädinnen behandelt. Erfahren Sie hier mehr über:

  • Störungen im Hören bei Kindern und Erwachsenen
  • Störungen in der Hörverarbeitung bei Kindern in der Sprachentwicklung

Störungen im Hören bei Kindern und Erwachsenen

Bei Kindern zeigt sich diese Störung als Höreinschränkung mit individuellem Ausmaß, die auch die Versorgung mit einem Gerät nötig machen kann. Die Ursachen sind teils angeboren durch organische Veränderungen, teils früh erworben, z.B. durch zahlreiche Mittelohrentzündungen. Zur Therapie werden Hörübungen eingesetzt, um gezielt akustische Erfahrungen zu vermitteln und die Sprache anzubahnen bzw. aufzubauen.

Bei Erwachsenen zeigt sich diese Störung mit Höreinschränkungen individuellen Ausmaßes. Betroffene Erwachsene werden häufig z. B. mit einem Cochlea-Implantat versorgt. Die Störung tritt häufig altersbedingt oder nach einem Hörsturz auf. Während der Behandlung werden Hörübungen eingesetzt. Diese bauen auf vorhandenem Sprachwissen und der akustischen Erinnerung auf. So soll die aktive kommunikative Teilhabe erhalten oder wiedererlangt werden.

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Störungen in der Hörverarbeitung (Sprachentwicklung)

Die Anzeichen für eine Störung in der Hörverarbeitung bei Kindern sind vielfältig. Bei den Ursachen wird zwischen medizinischen Faktoren und Umwelteinflüssen unterschieden. Zu den medizinischen Faktoren gehören Hirnreifungsverzögerungen, frühkindliche Hirnschädigungen sowie chronische Mittelohrentzündungen. Zu den Umwelteinflüssen zählt die verminderte Vernetzung des Zentralnervensystems durch fehlerhaftes Lernangebot in der frühkindlichen Entwicklung.

Folgende Symptome können auftreten:

  • Fehlende Aufmerksamkeit
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen
  • Teilleistungsstörungen in den Bereichen Hör-Merk-Spanne – So können auditive Stimuli nicht oder nur kurz gespeichert werden.
  • Sequenzierung – Eine vorgegebene Reihenfolge kann nicht gespeichert und abgerufen werden.
  • Lokalisation – Beim Richtungshören werden Richtung und Entfernung nicht erkannt.
  • Diskrimination – Die Unterscheidung von Geräuschen und Lauten fällt schwer.
  • Selektion - Bei der Figur-Hintergrundwahrnehmung werden Haupt- und Nebengeräusch nicht unterschieden.
  • Analyse- und Synthesestörungen – Einzellaute können nicht herausgehört und wieder zusammengefügt werden.

Behandlung und Ziel

In der Therapie werden einzelne Teilleistungen durch Übungen trainiert, die aufeinander aufbauen. Zum Teil kommen hier auch Computerprogramme oder Hörwahrnehmungstrainer zum Einsatz. Auf diese Weise werden die zentralauditiven Fertigkeiten gezielt erweitert, um so die Sprachentwicklung und den Lese-Rechtschreiberwerb zu unterstützen. In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld hat Frau Julia Wiesbrock eine Ausbildung zur zertifizierten Legasthenietherapeutin (nach BVL).

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