Logopädie - SchluckenLogopädie - SchluckenLogopädie - Schlucken
Anna (zwei Monate) wird über eine Sonde ernährt, oft bricht sie alles wieder aus.
Suse (12) trägt eine Zahnspange. Sie muss das richtige Schlucken erlernen.
Frau M. (68) verschluckt sich häufig beim Essen und muss nach den Mahlzeiten oft husten.

Schluckstörungen

Bei den Schluckstörungen wird unterschieden in Dysphagie und myofunktionelle Störung. Die Dysphagie bezeichnet die Störung der Nahrungsaufnahme. Die myofunktionelle Störung ist eine isolierte Form der Störung der orofacialen Muskulatur.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld werden Schluckstörungen bei Jugendlichen und Erwachsenen von allen Logopädinnen behandelt. Frau Christiane Anzcykowski behandelt Schluckstörungen bei Säuglingen.

Erfahren Sie hier mehr über:

  • Dysphagie bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen
  • Myofunktionelle Störung bei Grundschul-Kindern und Jugendlichen

Dysphagie bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen

Die Anzeichen einer Dysphagie sind vielfältig. Ursachen können Frühgeburten, Lippen-Kiefer-Spalten, angeborene oder erworbene Hirnschädigungen oder Tumorerkrankungen im Hals-Kopf-Bereich sein.

Zu den Symptomen gehören:

  • Verschlucken und Husten
  • Gestörter Nahrungstransport – Hier tritt Nahrung oder Speichel aus dem Mund auf oder Reste verbleiben in der Mundhöhle.
  • Verzögerte Reflexe
  • Gurgelnde Stimme

Behandlung und Ziel

In der Therapie werden die natürlichen Bewegungsabläufe aufgebaut und/oder verbessert. In manchen Fällen werden diätische Maßnahmen und der Einsatz von Ess- und Trinkhilfen nötig. Auf diese Weise wird die reibungslose orale Ernährung sichergestellt.

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Myofunktionelle Störung

Die orofaciale Muskulatur schließt die Muskulaturen von Wangen, Lippen und Zunge mit ein. Der myofunktionellen Störung liegt in der Regel ein Ungleichgewicht in dieser orofacialen Muskulatur zugrunde. Ursachen können die dauerhafte Mundatmung, vergrößerte Mandeln oder Polypen, Daumenlutschen oder Wahrnehmungsstörungen sein.

Zu den Symptomen gehören:

  • Häufig fehlender Mundschluss
  • Zungenvorstoß beim Schlucken
  • Vorverlagerung der Zunge in Ruhe, beim Sprechen und Schlucken
  • Zahnfehlstellungen
  • Artikulationsstörungen (Fehlbildung der S-Laute)

Diagnostik, Behandlung und Ziel

Nach der eingehenden Diagnose wird ein individuelles Übungsprogramm erstellt, um den Aufbau der Muskulatur anzuregen und den korrekten Schluckablauf anzubahnen. In manchen Fällen wird die Korrektur der Artikulation nötig. Während der Therapie ist das regelmäßige häusliche Üben unerlässlich.

Auf diese Weise wird das Muskelgleichgewicht der Gesichts- und Mundmuskulatur gezielt aufgebaut. Die Zungenlage normalisiert sich, ein korrekter Schluckablauf wird erreicht. Mit der Behandlung soll ebenfalls die Verbesserung von Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien erreicht werden, bzw. es sollen Voraussetzungen für eine kieferorthopädische Behandlung geschaffen werden.

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