Logopädie - SpracheLogopädie - SpracheLogopädie - Sprache
Mia (2,5) zeigt und quengelt, wenn sie ein Bonbon haben möchte. „Bonbon“ sagen kann sie nicht.
Tom (5,5) vertauscht manchmal Buchstaben: „Ich tomme bald in die Sule“
Nach einem Schlaganfall fällt es Herrn K. (57) schwer die Wörter zu finden und Gesprächen zu folgen. Auch das Lesen und Schreiben ist eingeschränkt.

Sprache

Eine Sprachstörung wirkt sich auf die gedankliche Erzeugung von Sprache aus. So sind das Sprachvermögen und der Sprachaufbau durch erworbene Regeln beeinträchtigt. Betroffen von einer Sprachstörung sind Kinder und Erwachsene.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandeln alle Logopädinnen Sprachstörungen bei Kindern und Erwachsenen. Erfahren Sie hier mehr über:

  • Sprachstörungen bei Kindern – während des Spracherwerbs
  • Sprachstörungen bei Erwachsenen/Aphasien

Sprachstörungen bei Kindern – während des Spracherwerbs

Bei Kindern können alle Bereiche des Sprachsystems betroffen sein – einzeln oder in Kombination. Oft bleibt unklar, warum die Sprachstörung auftritt. Bekannte Risikofaktoren sind allgemeine Entwicklungsstörungen, Hirnreifestörungen, geistige oder körperliche Behinderung, Hörstörungen, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumore u.a.

Auswirkungen einer Sprachstörung

  • Bei einer Störung des Lautsystems (Phonologie) werden die Regeln für den Erwerb oder die Kombination der Laute fehlerhaft erworben. So kommt es zu Aussprachefehlern, die von den sprechmotorischen Fehlern abzugrenzen sind.
  • Unterschieden werden der aktive und der passive Wortschatz, wobei das Sprachverständnis für die Wortbedeutung immer größer als der aktive Wortschatz ist. Der aktive Wortschatz umfasst die Wörter, die das Kind selbstständig abrufen und anwenden kann. Bei Sprachstörungen (häufig: „das Ding") stagniert die gesamte Sprachentwicklung. Man spricht auch von Wortschatzdefizit.
  • Als Dysgrammatismus bezeichnet man, wenn das grammatische Regelsystem fehlerhaft erworben wird. So werden Wörter an falscher Stelle im Satz positioniert, Verben falsch flektiert, Zeiten und Artikel fehlerhaft eingesetzt.
  • Die Pragmatik schließlich beschreibt, wie ein Kind mit der Sprache operieren kann. Dazu gehören: das Erstellen von Blickkontakt, Beginnen und Fortführen eines Gesprächs, das Gesprächsverhalten (Redner und Zuhörer), Fragen und Antworten.

Diagnose und Behandlung

Nach eingehender Diagnostik wird der Entwicklungsstand des Kindes ermittelt und das Kind an der physiologischen Entwicklung orientiert sowie spielerisch gefördert. Dabei werden alle Wahrnehmungsbereiche einbezogen. Damit soll das Kind an den altersgemäßen Sprachentwicklungsstand herangeführt werden, damit sich die weitergehende Entwicklung „normal" entfalten kann. Das Kind soll für Außenstehende verständlich sein und altersgemäß kommunizieren können.

zuklappen

Sprachstörungen bei Erwachsenen/Aphasien

Sprachstörungen bei Erwachsenen treten nach dem Abschluss des Spracherwerbs auf. Ursachen sind beispielsweise ein Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, Operationen oder degenerative Erkrankungen.

Auswirkungen der Störung

Die Sprachstörungen beziehen sich in der Lautsprache auf die Wortwahl und Wortfindung. So können Wörter nicht abgerufen werden, oder sie werden durch andere ersetzt. In der Lautstruktur werden Laute im Wort ausgelassen, vertauscht oder zu neuen Wörtern zusammengesetzt. Hier spricht man von Neologismen. In Satzbau und Grammatik werden Wörter im Satz falsch aufgestellt, Sätze werden nicht beendet oder viele Sätze ineinander verschachtelt. Bei Sprachverständnisstörungen haben Patienten trotz intakten Hörvermögens Probleme, Gesprächen inhaltlich zu folgen. Auch die Schriftsprache, also das Lesen und das Schreiben, können in vielfacher Weise gestört sein.

Behandlung

Zur Therapie werden Sprachprozesse in allen gestörten Bereichen aktiviert mit dem Ziel, eine eigenständige Alltagskommunikation zu ermöglichen.

zuklappen