Logopädie - SprechenLogopädie - SprechenLogopädie - SprechenLogopädie - Sprechen
Rica (8) lispelt.
Marco (10) stottert.
Seit seiner Kopfverletzung ist Herr P. (48) schwer zu verstehen. Wenn er etwas sagen will, macht sein Mund andere Bewegungen. So muss er die Laute suchen.
Herr S. (75) spricht nur sehr langsam, verwaschen und leise.

Sprechen

Sprechstörungen beeinträchtigen den realen Sprechakt, wenn es darum geht Sprachlaute motorisch umzusetzen und zu verwirklichen. Unterschieden werden kindliche Störungen im Spracherwerbsverlauf, Störungen des Redeflusses und erworbene Störungen.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld verfügen unsere Logopädinnen über unterschiedliche Schwerpunkte in der Behandlung von Sprechstörungen bei Kindern und Erwachsenen. Erfahren Sie hier mehr über:

  • Störungen im Spracherwerbsverlauf – Dyslalie
  • Störungen im Redefluss – Stottern
  • Störungen im Redefluss – Poltern
  • Dysarthrie/Dysarthrophonie
  • Apraxie

Störungen im Spracherwerbsverlauf – Dyslalie

Die Dyslalie betrifft Kinder in der Sprachentwicklung. Oft sind die motorischen Voraussetzungen eingeschränkt. Dies betrifft vor allem die Kraft und Beweglichkeit der Artikulationsmuskulatur. Auch können organische Strukturen wie die Form des Kiefers, des Gaumens oder der Zähne verändert sein.

Durch diese motorischen oder organischen Bedingungen wird die tatsächliche Bildung von Lauten beeinträchtigt. In der Behandlung wird die Muskulatur aufgebaut und der Bewegungsablauf für Zunge und Lippen geübt. Außerdem schaffen wir gemeinsam ein Bewusstsein für den Ziellaut. Begleitend wird die korrekte Bildung auf der Laut-, Silben-, Wort-, Satzebene bis zur Spontansprache geübt mit dem Ziel, dass das Kind alle Laute des Lautinventars richtig bilden kann.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandeln alle Logopädinnen Dyslalie bei Kindern in der Sprachentwicklung.

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Störungen im Redefluss – Stottern

Stottern betrifft Kinder und Erwachsene. Es zeigt sich in unfreiwilligen Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Blockaden, Wiederholungen von Lauten oder Dehnungen. Die Ursachen für diese Störung sind multifaktorell und ergeben sich aus der genetischen Bereitschaft mit Wechselwirkungen durch aufrechterhaltende Faktoren.

Diagnose

Grundlegend für die weitere Behandlung ist die strikte Abgrenzung des Stotterns von physiologischen Unflüssigkeiten. Diese treten im Rahmen der Sprachentwicklung in Form von lockeren Wiederholungen von kurzen Wörtern und Silben im Alter zwischen 3 und 6 Jahren auf und werden von den Kindern nicht beachtet. Sie entstehen durch ein Ungleichgewicht der Fertigkeiten, die zum Sprechen benötigt werden. Wichtig ist die Reaktion der Erwachsenen, die durch eine gelassene Haltung eine Entwicklung zum Stottern verhindern können.

Behandlung und Ziel

Während der Behandlung liegt der Schwerpunkt auf der Akzeptanz und Enttabuisierung, wodurch es z.T. zu spontanen Remissionen (Rückbau) kommt. Bei verfestigten Symptomen werden bei Kindern und Erwachsenen Sprechtechniken erarbeitet, die eine Kontrolle über das Sprechen ermöglichen. Die Fertigkeiten, die im Therapieraum erarbeitet wurden, werden durch In-Vivo-Training in den Alltag übertragen.

Das Ziel ist der Aufbau der Kommunikationsfähigkeit. Indem das Stottern angstfrei eingesetzt wird oder Techniken benutzt werden, erlangt der Betroffene Kontrolle über das Sprechen.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandeln Ute Cramer, Katrin Stockel, Julia Wiesbrock, Julia Maria Finke und Maren Kolnsberg diese Störung im Redefluss.

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Störungen im Redefluss – Poltern

Poltern betrifft Kinder und Erwachsene. Es ist geprägt durch ein zu hohes Sprechtempo, wobei Sätze immer wieder neu angesetzt, umgestellt oder abgebrochen werden. Silben werden vertauscht oder im Wort verdreht, die Artikulation ist undeutlich. Die Auffälligkeiten werden vom Patienten häufig nicht registriert, d. h. er ist sich der Störung nicht bewusst. Die Ursachen für diese Störung sind wissenschaftlich noch nicht abgeklärt.

Behandlung und Ziel

Über Selbstwahrnehmungsübungen wird eine Sensibilität für das Sprechen aufgebaut. Anschließend werden Übungen erarbeitet, um das Sprechtempo zu verändern und die artikulatorische Schärfe zu verbessern. Wie beim Stottern werden die Fertigkeiten, die im Therapieraum erarbeitet wurden, durch In-Vivo-Training in den Alltag übertragen.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandeln alle Logopädinnen diese Störung im Redefluss bei Kindern und Erwachsenen.

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Dysarthrie/Dysarthrophonie

Betroffen sind Patienten nach einem Schlaganfall oder wenn Sie an MS, Parkinson, ALS, SHT oder Tumoren erkrankt sind. Zu den Symptomen gehören die verwaschene, undeutliche Artikulation. Diese ist häufig verbunden mit Veränderungen des Stimmklangs, der Sprechmelodie, der Sprechlautstärke, des Sprechtempos, der Atmung und der Speichelkontrolle. Diese Störung entsteht durch Schädigung von Hirnnerven oder motorischen Hirnarealen.

Diagnose, Behandlung und Ziel

Bei dieser Störung ist eine genaue Diagnostik erforderlich, um die spezifische Ausprägung festzustellen. Während der Behandlung werden aktiv Übungen aufgebaut, um die Lippen- und Zungenmuskulatur zu trainieren und die Stimmfunktion zu verbessern. So sollen die Verständlichkeit verbessert und gleichzeitig die Anstrengungen beim Sprechen abgebaut werden.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld werden Dysarthrie/Dysarthrophonie von allen Logopädinnen behandelt.

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Apraxie

Kinder sind von einer Entwicklungsdyspraxie betroffen, Erwachsene von einer Sprechapraxie. Bei beiden Störungen können die Bewegungen der Artikulationsorgane nicht bewusst geplant und ausgeführt werden. Es sind deutliche Suchbewegungen und eine Sprechanstrengung zu beobachten, dabei variieren Artikulationsfehler stark. Bei Kindern liegt die Ursache in der zentralen Störung der Sprechmotorik, beispielsweise bei Frühgeburten. Erwachsene entwickeln die Apraxie oft durch Schlaganfall, SHT oder Tumore.

Behandlung und Ziel

Während der Behandlung müssen einzelne gezielte Bewegungen und Bewegungsabläufe der Zunge und Lippen immer wieder geübt werden, um sie abrufbar zu machen. Erreicht werden soll die gezielte Wortbildung und damit die eigenständige Kommunikation.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld wird Apraxie von allen Logopädinnen behandelt.

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