Logopädie - Demenz
Aufgrund ihrer Demenzerkrankung bekommt Frau D. (79) zweimal in der Woche eine logopädische Therapie.

Altersbedingte Sprachstörungen

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. In der Folge treten dementielle Erkrankungen immer häufiger auf. Betroffen sind davon überwiegend Menschen über 65 Jahre. Leider finden wir inzwischen die Symptome auch bei jüngeren Menschen vor.

Die degenerative Demenz ist die häufigste Form, hier werden Nervenzellen im Gehirn abgebaut. Sie tritt beispielsweise bei Morbus Alzheimer und Parkinson auf. Symptome einer Demenz sind unter anderem der stufenweise Verlust der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens. Auch Amnesie und Sprachstörungen (Aphasie) geben Hinweise auf Demenz.

Wie wirkt sich Demenz im Alltag aus?

Vor allem Orientierungsstörungen und Gedächtnisverlust wirken sich negativ auf das Alltagsleben aus. Zusätzlich erschweren Kommunikationsstörungen den Umgang mit anderen Menschen. So kommt es bei dementen Patienten häufig zu Wortfindungsstörungen, oft sind sie mit der Konversation überfordert oder verlieren den roten Faden. Auch das Sprachverständnis bereitet ihnen Probleme, komplexere Äußerungen oder längere Texte werden nicht mehr richtig erfasst. Das Lesen und Schreiben kann ebenfalls betroffen sein.

Bei schwereren Formen wiederholen Patienten oft Silben, Wörter, ganze Sätze und bereits gestellte Fragen und vergessen, dass sie bereits beantwortet wurden. Im späteren Stadium kommt es außerdem häufig zu Schluckstörungen (Dysphagie).

Diagnose und Behandlung

Die Ursachen für eine Demenz können sehr verschieden sein. Eine genaue ärztliche Diagnose ist unerlässlich, um die richtige Behandlungsform festzulegen und so den Behandlungserfolg zu gewährleisten.

In der Logopädie werden gezielt Übungen eingesetzt, um der Desorientierung entgegenzuwirken oder praktische Strategien zur Kompensation zu erlernen. Die Therapie gestaltet sich in der Regel multimodal, das heißt, es wird auf allen kommunikativen Ebenen gearbeitet.

Die Behandlung beinhaltet Übungen zur Wortfindung, Lese- und Schreibtraining sowie Übungen zur Verbesserung des Sprachverständnisses. Ziel der logopädischen Therapie ist dabei immer die Alltagsrelevanz: So wird zum Beispiel ein strukturierter Tagesplan erstellt oder geübt, die Uhr zu lesen oder einen Einkaufszettel zu schreiben. Auch Namen von Familienmitgliedern und Freunden werden mithilfe von Fotos gezielt trainiert.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer legen wir Wert darauf, die Kommunikationsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Daher runden wir unser Trainingsprogramm außerdem mit Gedächtnisübungen ab, um das Gelernte besser abzuspeichern.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandelt Frau Julia Maria Finke Menschen mit Demenz.