Logopädie - unterstützte KommunikationGebärdensprache, ASL, deaf, Logopädie
Pia (6) hat eine geistige Behinderung. Sie lernt gerade mit einer elektronischen Sprechhilfe zu sprechen.
Unterstützende Gebärden helfen Frau S. (32) sich verständlich zu machen.

Unterstützte Kommunikation

Die unterstützte Kommunikation setzt Schriftzeichen, Gesten und Gebärden sowie elektronische Geräte mit Sprach- und Schriftausgabe ein. Dies sind Hilfsmittel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die über keine oder eine nur sehr eingeschränkte Lautsprache verfügen.

Eingesetzt wird die unterstützte Kommunikation bei Menschen,

  • die einen körperlichen und geistigen Förderbedarf aufweisen (z. B. Zerebralparese, Morbus Down etc.),
  • die von einer neurologischen Erkrankung betroffen sind, die langfristig einen Verlust der Sprechfähigkeit bedeutet (z. B. Chorea Huntington, Morbus Parkinson etc.),
  • die nach einem Schlaganfall einen Sprechverlust erlitten haben.

Behandlung und Ziel

Ziel der Behandlung ist die Wiedereingliederung der sprech- und sprachgestörten Menschen in ihr kommunikatives Umfeld.

In der Therapie wird das geeignete Material ausgewählt und der Umgang mit diesem Material erlernt. Außerdem werden die betreuenden Personen zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule und/oder am Arbeitsplatz umfassend eingewiesen.

Kommunikation wird wieder spontan

Die unterstützte Kommunikation ermöglicht dem Patienten, seine Wünsche zu äußern, Fragen zu stellen, sich an Diskussionen zu beteiligen, von Erlebnissen zu berichten, einen Witz zu erzählen und Gefühle zu äußern. Kommunikation wird (wieder) spontan, selbstbestimmt und lustbetont möglich und ist vor allem nicht mehr durch Missverständnisse geprägt, sondern durch den erfolgreichen zwischenmenschlichen Kontakt.

In der Praxis für Logopädie Ute Cramer in Bad Sassendorf und Herzfeld behandelt Frau Christiane Anczykowski nach dem Ansatz der unterstützten Kommunikation.